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Stubaital 2010 - Affen im Bus und Zahnverlust

brotzeitMit der Firma Ulli-Reisen ging es per Bus zum Stubaier Hof in Fulpmes. Der Fahrer überraschte mit detaillierten Kenntnissen zu sämtlichen größeren Städten, herausragenden Infrastrukturen und Gegenden, die auf unserer Stecke lagen und so gab es ein wenig Heimatkunde gratis, die den einen Stau schnell in Vergessenheit geraten ließ. Angekommen im Hotel erwartete uns, was dem einen oder der andere in dieser Woche wohl vor größere Probleme stellte, es zu bewältigen, als die täglichen Herausforderungen auf der Piste: Die allabendliche Frage „Wie schränke ich mich beim Essen ein, um nicht mit einer Magenüberdehnung ins Innsbrucker Krankenhaus eingeliefert zu werden?

Der Gletscher zeigte sich 5 Tage lang von seiner angenehmen Seite: Alle Anlagen waren geöffnet, so dass man an einem Tag nicht eine Piste zweimal fahren musste. Wohlgemerkt „musste“, denn oft war der Schnee so einladend, dass wir ein und dieselbe Piste mehrmals fahren wollten. Es war einfach wie im Bilderbuch; Der Wind hielt sich in Grenzen, die Sonne strahlte und der Schnee war so schön griffig, dass jeder Schwung gelang. Weit und breit keine Eisplatte oder braune Stellen.

Im Skigebiet gab es einige Veränderungen: Leider wurden gerade die Stützen der Eisjochbahn überholt, so dass uns der Weg auf die Aussichtsplattform versperrt blieb. Dafür hatten sich beim Pistenangebot einiges getan: So hatte die Pistengesellschaft Abschnitte, die früher noch als Skiroute geführt wurden, zu präparierten Pisten umfunktioniert und auf dem Daunferner gibt es mit dem Schlepper „Daunscharte“ einen weiteren Lift, der uns zwei neue Pisten beschert.kiddies_in_gondel Die Schwarze 21 verlangte einem in ihrem Steilstück ganz schön Kondition bei den Kurzschwüngen ab. Auch die schwarze 7b oberhalb des Rotadlkopfes war noch nicht allen bekannt und hatte es in sich.

Ob nun schwarz, blau, rot oder bunt, den ganzen Tag im Skigebiet umherfahren zu können ohne sich dabei einschränken zu müssen war einfach herrlich. Sogar die Talabfahrt wies gute Schneeverhältnisse auf und wurde erst am Nachmittag auf dem letzen Fünftel weich.

Ski_Gitarre

Wenn ich an unser Bergfest unter dem Schirm auf der Mutterbergalm zurückdenke, weiß ich gar nicht, ob es am Schirm oder bei der Rückfahrt im Bus lustiger war.
Auf jeden Fall weiß das talansässige Busunternehmen Deutschmann jetzt, dass wir auch sangesfreudig sind.
Außerdem kann unser Skiteam nicht nur Schwünge demonstrieren sondern auch den einen oder anderen Affen aus dem Stöckheimer Zoo verblüffend realistisch imitieren.

Danke Gabi.

 

Bei solch konstant perfekten Bedingungen über fünf Tage hinweg wurde die Stimmung am sechsten Tag kaum getrübt, als es hieß: „Der Gletscher bleibt sturmbedingt geschlossen.“ Entschädigt wurden wir mit Freikarten für den „verlorenen“ Tag, der allerding vielfältig genutzt wurde: Wandern, ein Abstecher in das Hausskigebiet „Schlick 2000“ oder eine Shoppingtour waren keine Strafen. Anstelle des ausgefallenen Kinderrennens trat eine Geschicklichkeitsrallye auf dem Hotelgelände. Ein bisschen wie Kindergeburtstag. Natürlich mit Siegerehrung vor versammelter Mannschaft am Abend.

Manch einer ließ an diesem Tag auch einfach nur die Seele baumeln und hatte endlich mal genug Zeit, den Wellnessbereich voll auszunutzen. Mit zwei verschieden temperierten Saunen, einen Dampfbad, einer Infrarotwärmekabine, dem Eisbrunnen und den Fußbädern bot er jeden Nachmittag die Gelegenheit, sich in angenehmer Gesellschaft wunderbar zu entspannen. Manchmal hielt der Eisbrunnen im Form einer Flasche Sekt oder einer Dose Bier auch ungewöhnliche Überraschungen bereit.
Auch ohne diese „Dopingmittel“ haben wir dort, wie auch abends an der Bar, prima gequasselt, gelacht, gequasselt, gelacht, gelacht und gequasselt. Beim Essen ging das ja nicht ganz so gut, da man ständig irgendwelche Köstlichkeiten im Mund hatte. Uns Erwachsenen hätten wahrscheinlich schon das Antipastibuffet und unseren Kleinsten das Eis und die Malbögen gereicht.  Aber wir waren ja schließlich nicht auf einer Fastenkur.

Verluste haben wir auch zu beklagen: Zwei Zähne haben sich in dieser Woche verabschiedet. Nun denkt nichts Schlechtes von uns. Es waren Milchzähne, die ihren natürlichen Weg nach draußen gefunden haben. Außerdem hatten wir für solche Fälle Susi dabei, ihres Zeichens Zahnarzthelferien mit Kinderwohlfühlbonus, die sogar im hoteleigenen Skibus unseren „Patienten“ zur Seite stand.

bser_schergeAm letzen Abend fuhr unseren Kleinen dann noch der Schreck in die Glieder als Schneekönigen Ella bei der Skitaufe das Antlitz ihres buckligen Schergens enthüllte.
Thomas hatte sich so authentisch geschminkt, das müsst ihr euch einfach auf den Bildern anschauen.
Jedoch war der Schreck schnell wieder vergessen und als es darum ging einen Schluck Zaubertrank zur Stärkung für alle Pisten, die da noch kommen mögen, zu sich zu nehmen, stürmten auch die Kinder nach vorne, die dieses Jahr keine Skitaufe empfangen hatten.
Schließlich wollten alle gut gewappnet sein.

 

Wir haben uns wohlgefühlt in dieser Woche. Wir haben genossen, angenehm geschwitzt (auf der Piste und in der Sauna) und eine wirklich schöne, zwanglose Zeit zusammen gehabt. Das Team vom Skiclub Braunschweig freut sich schon darauf, euch beim Bildertreffen im Mai wiederzusehen und euch bei einer unserer nächsten Fahrten wieder mit an Bord zu haben.

 

Euer Dirk (Team Ski)

 
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